Antonio Calvin-Rosenau springt zur
Bronzemedaille
Deborah Brodersen mit Landesrekord zum
Niedersachsenmeistertitel
Die Niedersachsenmeisterschaften der
Schüler A und Jugend A fanden für die schaumburger Leichtathleten günstig nah
im benachbarten Hameln statt. Über 700 Athleten aus 142 Vereinen nahmen an
der zweitägigen Veranstaltung im Hamelner Weserberglandstadion teil.
Der noch der B-Jugend-Klasse
angehörende Antonio Calvin- Rosenau von der VT Rinteln trat im
Hochsprungwettbewerb der männlichen Jugend A an. Nachdem er vor zwei
Wochen verletzungsbedingt auf die Hochsprung-Niedersachsenmeisterschaften
seiner Altersklasse hatte verzichten müssen, entschied er sich, sich bei den
Landesmeisterschaften der A-Jugend der älteren Konkurrenz zu stellen. Und
dies tat er mit Bravour: Calvin-Rosenau präsentierte sich bei seinem
ersten Hochsprungwettkampf der Saison gut vorbereitet und hoch konzentriert und
übersprang technisch sauber und sehr sicher alle Höhen bis 1,87 m im
ersten Versuch. Die Höhe von 1,87 m
übersprang er im zweiten Versuch. An der nächst höheren Höhe von
1,90 m, die nur der Sieger Philipp Lindmüller aus Wunstorf übersprang,
scheiterte der Rintelner dreimal denkbar knapp. Aufgrund des Fehlversuch bei
1,87 m belegte Antonio hinter dem höhengleichen Daniel Rosenthal von der
LG Göttingen, der 1,87 m im ersten Versuch übersprungen hatte, Rang 3 und freute sich über die verdiente
Bronzemedaille.
Ebenfalls eine starke
Hochsprungleistung lieferte die für die LG Weserbergland startende Rintelnerin
Deborah Brodersen ab. Die 15- Jährige gewann den Hochsprungwettbewerb der
Schülerinnen A W15 mit übersprungenen 1,77 m. Damit verbesserte sie den 27
Jahre alten Landesrekord um 1 cm. Des Weiteren wurde Brodersen mit 12,01 s
Vize-Meisterin im 80 m- Hürdensprint und mit 5,52 m im Weitsprung sowie
Meisterin im Kugelstoßen mit sehr guten 12,12 m und in der 4x100
m-Staffel. Den Bronzerang im Kugelstoßen belegte die ebenfalls sehr gut
aufgelegte Sophia Brose vom MTV Messenkamp. Brose brachte die 3 kg- Kugel auf
10,73 m und sicherte sich mit dieser
Weite bereits im ersten Durchgang die vordere Platzierung.
Tim Scharfenort vom
MTV Messenkamp erreichte im Diskuswerfen der männlichen Jugend A mit 34,80
m Rang 8 und im Kugelstoßen mit 12,52 m einen hervorragenden 5. Platz.
In der Altersklasse
M15 kam Marcel Schulz von der SG Rodenberg im Diskuswerfen mit neuer
persönlicher Bestleistung von 33,58 m auf Rang 8. Im 100 m- Lauf belegte
er in seinem Vorlauf mit 13,11 s Rang 7 und im 300 m- Lauf erreichte er nach
41,20 s das Ziel, was leider nur zu Rang 14 in der Gesamtwertung aller
Zeitläufe reichte.
Der ehemalige
Rodenberger Mittelstreckler Gage Kuckuck, der nun für den TuS Wunstorf startet,
belegte im stark besetzten Finale 800 m- Finale der männlichen Jugend A
mit 1:59,39 min Rang 4. Am zweiten Tag erreichte er im 1.500 m- Finale nach
4:08,75 min als Fünfter das Ziel.
Bei den Schülerinnen
A W14 sammelten Johanna Kühn vom Post SV Stadthagen und Anissa Eberhardt von
der TWG Nienstädt/ Sülbeck erste Niedersachsenmeisterschaftserfahrungen.
Beide gehören eigentlich noch der B-Schülerinnen-Klasse an, konnten die
„Großen“ in Hameln aber gehörig ärgern. Kühn verpasste im
Weitsprungwettbewerb mit 4,73 m nur um wenige Zentimeter den Einzug ins Finale
der besten acht und belegte einen guten Rang 9 unter 27 Teilnehmerinnen. Im
Speerwurfwettbewerb konnte Kühn ihre persönliche Bestleistung und damit
auch den schaumburger Kreisrekord der Altersklasse W14 um 2 Meter auf 29,40 m
verbessern. Mit dieser Leistung belegte die von Marco Leszczynski trainierte
Stadthägerin Rang 5. Lauftalent Anissa Eberhardt konnte in Hameln
ebenfalls einen Kreisrekord verbessern. Im 800 m- Rennen schraubte sie ihren
eigenen Kreisrekord noch einmal um 6 Sekunden auf 2:28,56 min nach unten.
Eberhardt gewann ihren Zeitlauf nach beherztem Rennen überraschend deutlich vor
den älteren Konkurrentinnen. Insgesamt konnten sich dennoch in den
weiteren Zeitläufen sieben Athletinnen an Eberhardt vorbeischieben, so
dass sie am Ende Rang 8 belegte.
Fotos gibt es hier!