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KLV Schaumburg e. V.
 
Bronze-Medaille für Horst Schäfer bei Mehrkampf-DM
Titelverteidigung nicht geschafft, dennoch zufrieden
 
Für die deutschen Senioren-Mehrkampfmeisterschaften im Sportpark Nord in Ahlen hatten sich 269 Athleten aus ganz Deutschland qualifiziert, unter ihnen Horst Schäfer von der VT Rinteln. Schäfer reiste als amtierender deutscher Meister nach Ahlen, um seinen Titel im Fünfkampf der Altersklasse M65 gegen 21 gemeldete Konkurrenten zu verteidigen. Im vergangenen Jahr hatte der Rintelner sich in Darmstadt durchgesetzt.
In diesem Jahr musste er seine Titel-Hoffnungen bereits nach der ersten Disziplin, dem Weitsprung, begraben. Seine Weitsprungleistung von 4,24 m, die ihn im Zwischenklassement auf Rang 4 brachte, musste Schäfer teuer bezahlen, denn nach einem ersten Sicherheitssprung legte er sich voll in den zweiten Versuch und zog sich bei der Landung eine schmerzhafte Rückenverletzung zu. Er verzichtete auf die weiteren Sprünge und versuchte, sich mit ABC-Pflastern „fit zu kleben“. Im Diskuswerfen schleuderte er die 1 kg- Scheibe trotz Handicaps auf 33,36 m und schob sich auf Rang 3 vor. Im 200 m-Lauf behauptete Schäfer durch 31,05 s seinen dritten Rang, musste jedoch den Stuttgarter Klaus Manz und den führenden Uwe Heesch vom MTV Heide, die sich im Gesamtklassement deutlich absetzten, ziehen lassen. Im Speerwerfen, einer der Paradedisziplinen Schäfers, konnte der Rintelner mit 34,25 m nur unwesentlich zu den beiden Führenden aufschließen. Die beste Speerwurfweite des Tages erzielte Egon Kleine-Homann vom SuS Schalke 96 mit 37,65 m.
Im abschließenden 1.500 m- Lauf lief der Gesamtsieger Uwe Heesch in 6:03,02 min unangefochten zum Sieg und kürte sich mit 3.585 Punkten zum neuen deutschen Fünfkampf-Meister. Schäfer lief in dem im Verfolgerfeld von Taktik bestimmten Rennen mit 6:33,38 min ebenfalls eine gute Zeit und verteidigte seine Podestplatzierung. Mit dem Bronzerang mit 3.123 Punkten war der Rintelner in Anbetracht seiner Verletzung zufrieden. „Ich gehöre mit 69 Jahren nun zu den ältesten meiner Altersklasse, der Sieger ist drei Jahre jünger als ich – das macht sich in unserem Alter doch bemerkbar.“ Dennoch glaubt er, dass er ohne Verletzungspech gute Chancen gehabt hätte, seinen Titel zu verteidigen. „Aber man soll nicht hadern – ich bin zufrieden!“, schließt Schäfer seinen Meisterschaftsbericht ab.
 
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Foto:  Horst Schäfer leistete im 1.500 m- Lauf in der Verfolgergruppe die Führungsarbeit und sicherte sich mit einem beherzten Lauf die Bronzemedaille
 
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