Vero Merseburger von Marlies Göhr geehrt
Sonderehrung für vierte Qualifikation zum Supersprinter-Wettbewerb/ Schaumburger Nachwuchsathleten laufen beim ISTAF in Berlin vor 47.000 Zuschauern
Für sechs Schaumburger Leichtathleten standen am vergangenen Wochenende nicht die heimischen Kreismeisterschaften auf dem Programm, sondern Teilnahmen am Internationalen Stadionfest (ISTAF) in Berlin und einem Internationalen Sportfest in Königs Wusterhausen. Jan Henrik Grontzki, Merle Homeier, Vero Merseburger (alle VfL Bückeburg), Louis Reinert (TWG Nienstädt/Sülbeck), Pia Marie Reeh (Post SV Stadthagen) und André Schmidt (TuS Niedernwöhren) hatten sich beim „Super-Sprinter“-Casting in der Bückeburger Fußgängerzone für die Einlageläufe der Großveranstaltungen qualifiziert.
Für Vero Merseburger war es bereits die vierte Teilnahme beim „Supersprinter“-Event. „Vero wirkte im Gegensatz zu vielen anderen sehr gelassen - sogar bei der aufregenden Vorstellung auf der Großbildleinwand“, beschreibt Betreuer Erich Döllner den Auftritt seiner jungen Athletin. Trotz des Vorteils, das Prozedere auf der blauen Bahn, beobachtet von tausenden von Zuschauern und umgeben von zahlreichen Spitzenathleten, bereits zu kennen, konnte Merseburger bei ihrem vorerst letzten Auftritt beim ISTAF nicht zum erhofften großen Schlag ausholen. Sie kam von Start weg nie richtig in den Lauf und belegte letztendlich mit 7,27 s Rang 8. Trotzdem wurde sie für ihre Leistung, sich in vier Jahren hinter einander für die Finalläufe qualifiziert zu haben, geehrt. Merseburger wurde wie alle Sieger von der zweifachen Olympiasiegerin und ersten Frau der Welt, die die 100 m unter 11 Sekunden lief, Marlies Göhr mit einem Blumenstrauß geehrt. Im nächsten Jahr ist Merseburger für den Schüler-Wettbewerb zu alt. Aber vielleicht sieht man das junge Talent in einigen Jahren in den Hauptwettbewerben wieder.
Neben Merseburger durften ebenfalls Louis Reinert, Jan Henrik Grontzki (beide M12) und Pia Marie Reeh (W12) ihr Sprintvermögen im Olympiastadion präsentieren. Pia Marie Reeh zeigte ein ganz starkes Rennen und belegte in 7,48 s einen hervorragenden Rang 5. Damit bestätigte Reeh ihre Qualifikationsleistung. Die Stadthägerin war mit der fünftschnellsten Qualifikationszeit nach Berlin angereist. Jan Henrik Grontzki und Louis Reinert belegten mit 7,66 s und 7,71 s die Ränge sechs und sieben ihrer Altersklasse.
Merle Homeier und André Schmidt hatten ihren großen Auftritt bereits am Freitag beim Internationalen Sportfest in Königs Wusterhausen, einer Begleitveranstaltung des ISTAF. Homeier erzielte dabei die beste schaumburger Platzierung. In der Altersklasse W11 sprintete sie in 7,46 s auf Rang 3. „Sie war nur eine Hundertstelsekunde langsamer als die Zweitplatzierte. Das war ganz knapp“, freut sich Mutter und Trainerin Petra Homeier über die hervorragende Leistung. Zufrieden war auch André Schmidt mit seiner Zeit von 8,17 s und Rang 6. „Diese tolle Veranstaltung hat André motiviert, auf alle Fälle dabei zu bleiben. Leider war er durch die lange Anreise mit Abfahrt direkt nach der Schule ein wenig müde“, zeigt sich auch Vater Schmidt begeistert von der Reise nach Berlin. André Schmidt reiste noch am selben Tag zurück und erzielte nur einen Tag später bei den schaumburger Mehrkampf-Kreismeisterschaften im Stadthäger Jahnstadion mit 7,94 s eine neue 50m- Bestzeit.
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